In der Fortbildungsreihe Grundlagenkurs/Trainingsjahr werden kunsttherapeutische Grundlagen und spezielle Methoden in sechs Modulen vermittelt.
Sie wendet sich an:
InteressentInnen, die sich für die Weiterbildung in Kunst- und Gestaltungstherapie am Institut für Kunst und Therapie München (IKT) interessieren. Wird die 4-jährige Weiterbildung belegt, wird die Seminarreihe auf diese angerechnet und u.a. als Orientierungsseminar anerkannt.
InteressentInnen aus therapeutischen, psychosozialen und künstlerischen Berufen, die Grundlagen und Methoden der Kunsttherapie kennen lernen wollen, z.B. um sie in ihrem Berufsfeld einzusetzen.
KunsttherapeutInnen, die ihr Repertoire erweitern und spezielle Methoden der Kunsttherapie kennen lernen und erfahren wollen. [»» zu den Kursen]
In den Veranstaltungen wird der Umgang mit kunsttherapeutischen Prozessen auf der Basis von Selbsterfahrung, Reflexion und theoretischen Erläuterungen vermittelt. Die Methoden sind jeweils in den folgenden Ausschreibungen beschrieben. Die Arbeitszeit pro Wochenende beträgt jeweils 21 Unterrichtsstunden. Bei Belegung der 4-jährigen Weiterbildung werden die Module angerechnet. Es entfallen dann die jährlichen Gastseminare sowie das Orientierungsseminar.
Anmeldung:
Zur Anmeldung laden Sie bitte den Bewerbungsbogen Trainingsjahr/Grundlagenkurs herunter und schicken Sie ihn ausgefüllt mit Passfoto, tabellarischem Lebenslauf und einer handschriftlichen Teilnahmemotivation an das Sekretariat des IKT.
Das nächste Trainingsjahr 2012-13 beginnt im September 2012
[Download Bewerbungsbogen]
Seminarzeiten:
Beginn: Freitag, 18 Uhr
Ende: Sonntag, ca. 15 Uhr
Die Kurse
Bild Sprache I u. II / Zu den besonderen Möglichkeiten der Kunsttherapie
28.-30.09.2012
26.-28.10.2012
Prof. Dr. Chrsitine Mechler-Schönach
- Bild Sprache I und II
- Zu den besonderen Möglichkeiten der Kunsttherapie
Die BILD.SPRACHE als zentrale Basis kunsttherapeutischer Praxis und Theorie eröffnet besondere Möglichkeiten des Verstehens und Kommunizierens. Anhand von Theorie- und Praxisbeispielen und auf dem Hintergrund einer selbsttätigen und selbstreflexiven Auseinandersetzung mit kunsttherapeutischen Methoden sollen spezifische Vorgehens- und Wirkweisen der kunsttherapeutischen Arbeit erfahrbar werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf kunsttherapeutischen und künstlerisch-experimentellen Methoden, bei denen das Spielerische, das Assoziative, das Zu-Fallende eine wichtige Rolle spielen. Mithilfe verschiedener Formen seriellen Malens, Zeichnens und Schreibens werden wichtige Grundsätze zum Eröffnen, Begleiten und Abschließen von kunsttherapeutischen Prozessen exemplarisch nachvollziehbar. Dadurch können Zugänge eröffnet werden zu - oft brachliegenden oder blockierten - schöpferischen Potentialen, die in der kunsttherapeutischen Arbeit als Teil der Selbstregulierungskräfte und als Hilfe bei der Bewältigung von Krisen oder Krankheit zur Verfügung stehen.
Material (bitte mitbringen):
Bleistifte, Farbstifte, flüssige Farben nach eigener Wahl (Gouache- oder Acryl- oder Wasserfarben); viel Papier für Serienarbeiten - in kleinerem Format z.B. Kopierpapier o.ä.; ein paar größere Papiere…
Der eigene Weg zur Kunsttherapie und die Bedeutung der Selbstfürsorge
Christofer Schopf - Der eigene Weg zur Kunsttherapie und die Bedeutung der Selbstfürsorge
23.-25.11.2012
Welcher Ruf hat mich zum Thema Kunst und Heilen geführt? Ein ausreichender Zugang zur eigenen Verwundungs- und Heilungsgeschichte, ein Wissen um die eigene Motivation, und die Fähigkeit eigene Belastungen wahrnehmen und „versorgen“ zu können, gehört zu den grundlegenden Notwendigkeiten therapeutischer Arbeit.
Wir werden uns zu diesen Aspekten Gedanken und Gestaltungen machen und dabei unsere Aufmerksamkeit im besonderen auf den Aspekt der Selbstfürsorge und auf die Gruppe als Halt gebendes Feld richten.
Material (bitte mitbringen):
Bildtagebuch bzw. Skizzenbuch und dafür passendes Gestaltungsmaterial, Kreppband, Schere, Klebestift und einen persönlichen Gegenstand.
Die Bedeutung von Sicherheit und Gelassenheit im schöpferischen Tun
Christofer Schopf - Die Bedeutung von Sicherheit und Gelassenheit im schöpferischen Tun
18.-20.01.2013
Sich einlassen zu können, auf was auch immer, setzt voraus, dass ich mich ausreichend sicher fühle in mir selbst, an dem Ort, mit den Menschen, mit dem was geschieht. In Belastungssituationen ist genau das nicht gewährleistet.
Was hilft dazu eine solche Atmosphäre wieder herzustellen?
Was gibt uns Sicherheit, was ermöglicht es, uns selbst und die anderen wieder lassen zu können?
Was trägt dazu bei sich in einem Raum mit anderen Menschen ausreichend wohl zu fühlen und so wieder lebendige Verbindung zum eigenen schöpferischen Potential zu bekommen?
Wir werden uns auf vielfältige Weise mit diesen Fragen beschäftigen. Die grundlegende Idee dahinter ist, dass Kunsttherapie in besonderem Maße dazu geeignet ist Selbstheilungsprozesse in Gang zu setzen, wenn es gelingt eine ausreichendes Maß an innerem und äußerem Wohlwollen wieder zu erleben.
Material (bitte mitbringen):
Bildtagebuch bzw. Skizzenbuch und dafür passendes Gestaltungsmaterial, Kreppband, Schere, Klebestift und einen persönlichen Gegenstand.
Symbol- und Ressourcenarbeit
04.-06.05.2013
Elke Lausberg - Symbol- und Ressourcenarbeit
In Märchen begegnen wir einer Fülle von Symbolen und Archetypen. Wir werden ermutigt, neue Wege einzuschlagen, kreative Lösungen zu finden und mit Optimismus schwierige Lebensproben zu bestehen. Das Märchen " Vom Wasser des Lebens" wird Ausgangspunkt sein, uns dem Archetyp des Helden gestalterisch zu nähern und uns in eigenen Bildserien in die Bereiche der Polaritäten von fest und flüssig, Anhalten und in Fluss bringen, Ruhe und Bewegung einzufühlen. Probehandelnd können neue Vorgehensweisen gestalterisch erlebt werden, um Stagnation aufzuweichen oder Inseln der Ruhe zu finden.
Material (bitte mitbringen):
Jaxon-Kreiden, Acrylfarben (Rot, Blau, Gelb, Schwarz und Weiß), Borstenpinsel in verschiedenen Größen, Mallappen, Mischteller bzw. Palette, Malpapier DIN A2.
Die ICH-Symbole: Sonne, Baum, Haus
Peter Trocha - Die ICH-Symbole: Sonne, Baum, Haus
19.-21.04.2013
Diese Symbole begegnen uns erstmalig in den Kinderzeichnungen und erhalten dort, neben ihrem zunächst realen Sinngehalt und ihrer unmittelbaren Bildfunktion, schnell eine Bedeutung als Symbol der psychischen Befindlichkeit. Wir alle bedienen uns auf eine eher unbewusste, intuitive Weise dieser Symbole. Seit Jahrtausenden scheinen sie dem Menschen auf selbstverständliche Weise zur Verfügung zu stehen.
Um mit diesen Sinnbildern kunsttherapeutisch umzugehen, bedarf es weniger eines konkreten Deutungskataloges, im Sinne einer Übersetzungshilfe, als vielmehr einer eigenen Annäherung. Für jeden Menschen lässt sich der konkrete subjektive
Bedeutungsinhalt eines Symbols auf einem spontanen Bild, nur vor dem Hintergrund und nur auf der Basis dessen individuellen Lebenslaufes verstehen.
An diesem Wochenende werden wir durch Selbsterfahrung mit bildnerischen Mitteln den Gemeinsamkeiten und Unterschieden dieser drei Symbole in ihrer Trägerfunktion für das seelische Erleben nachgehen, wir werden uns allgemein den Symbolen in Zeichnungen/auf Bildern, als Ausdruck des eigenen Ich/Selbst zuwenden und daraus kunsttherapeutische Zugangsweisen ableiten.
Material (bitte mitbringen):
Möglichst großformatiges Papier (Rolle), flüssige Farben, Farbgefäße und Pinsel.
Kosten und Organisation
Die Kosten für den Grundlagenkurs/Trainingsjahr betragen € 220,00 pro Wochenende.
Die Bewerbung sollte bis spätestens 31. Juli 2012 erfolgen und ist für alle sechs Seminare verbindlich.
Zahlungsweise: Anzahlung von je € 80.- pro Seminareinheit (insgesamt € 480.-) auf das Konto des IKT HypoVereinsbank München,
Konto 189 018 2727,
BLZ 700 202 70,
IBAN: DE 84700202701890182727,
Swift: HYVDEMMXXX
bis zum 31. Juli 2012 mit dem Vermerk „Trainingsjahr 2012/13“. Die restliche Seminargebühr von € 140,00 ist dann jeweils unaufgefordert vier Wochen vor Beginn des Seminars zu überweisen. Sobald die Anzahlung eingegangen ist, ist der Platz fest reserviert. In Härtefällen ist eine Ermäßigung möglich.
Bei einem Rücktritt bis zum 31. Juli 2012 fällt eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von € 50,- an. Später ist ein Rücktritt nur möglich, wenn ein anderer Teilnehmer nachrückt. Die Veranstaltungen sind platzbeschränkt. Die Bewerbungen werden in der Reihenfolge ihres Eintreffens berücksichtigt. Die Seminare können nicht einzeln gebucht werden.