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Wei­ter­bil­dun­gen /  Bache­lor

Bache­lor of Arts Kunsttherapie

Das berufs­be­glei­ten­de Stu­di­en­pro­gramm Kunst­the­ra­pie B.A. ist das ers­te Wei­ter­bil­dungs-Bache­lor­pro­gramm in Kunst­the­ra­pie an einer Staat­li­chen Hoch­schu­le in Deutschland. 

Ab Janu­ar 2022 / IKT

Das Exter­ne Stu­di­en­pro­gramm Kunst­the­ra­pie rich­tet sich an enga­gier­te Berufs­tä­ti­ge mit Inter­es­se an den Schnitt­stel­len von Kunst, Psy­cho­lo­gie, Medi­zin, Päd­ago­gik, Sozi­al­we­sen, Gesund­heits­we­sen, Kul­tur und Wirt­schaft. Es ist gedacht für Men­schen, die sich neben ihrer Berufs­tä­tig­keit kunst­the­ra­peu­tisch wei­ter­qua­li­fi­zie­ren wol­len, für die aber aus beruf­li­chen oder regio­na­len Grün­den ein Voll­zeit­stu­di­um der Kunst­the­ra­pie an der Hoch­schu­le für Wirt­schaft und Umwelt (HfWU) / Hoch­schul­stu­di­en­gän­ge Künst­le­ri­sche The­ra­pien (HKT) nicht mög­lich ist. 
Das Exter­ne Stu­di­en­pro­gramm ermög­licht Teilnehmer*innen aus unter­schied­li­chen psy­cho­so­zia­len, künst­le­ri­schen oder päd­ago­gi­schen Berufs­fel­dern eine attrak­ti­ve kunst­the­ra­peu­ti­sche Wei­ter­bil­dungs­mög­lich­keit inner­halb ihrer indi­vi­du­el­len pro­fes­sio­nel­len Bio­gra­fie. Dies kann eine qua­li­fi­zier­te beruf­li­che Neu­ori­en­tie­rung eben­so bedeu­ten wie eine Erwei­te­rung ihrer fach­li­chen Kom­pe­ten­zen im bestehen­den Berufs­feld. Das berufs­be­glei­ten­de Stu­di­en­pro­gramm Kunst­the­ra­pie B.A. ist das ers­te Wei­ter­bil­dungs-Bache­lor­pro­gramm in Kunst­the­ra­pie an einer Staat­li­chen Hoch­schu­le in Deutsch­land. Es wird unter der aka­de­mi­schen Lei­tung von Prof. Eva Mesche­de vom pri­va­ten „Insti­tut für Kunst und The­ra­pie Mün­chen“ (IKT) unter der Lei­tung von Alex­an­dra Dan­ner-Wein­ber­ger durchgeführt.

Das Exter­ne Stu­di­en­pro­gramm Kunst­the­ra­pie B.A. umfasst 8 Semes­ter mit ins­ge­samt 12 Modu­len und 210 ECTS. Es schließt mit dem Bache­lor of Arts (B.A.) ab. Die Wei­ter­bil­dung erfolgt in Prä­senz-Wochen­end­se­mi­na­ren (in der Regel Frei­tag 18 h bis Sonn­tag 15 h) in einer kon­stant blei­ben­den Grup­pe. Hin­zu kom­men Dya­den- und Klein­grup­pen­ar­bei­ten sowie eigen­stän­di­ges Selbst­stu­di­um. Die Auf­nah­me erfolgt alle zwei Jahre. 

Bache­lor of arts (B.A.)

8 Semes­ter berufsbegleitend

Win­ter­se­mes­ter 01.01. — 30.06. / Som­mer­se­mes­ter 01.07. — 31.12.

IKT (Insti­tut für Kunst und The­ra­pie) Mün­chen, Ger­me­rin­ger Str. 6a, 82131 Gau­ting bei München

Die Stu­di­en­ge­büh­ren für das gesam­te Vor­be­rei­tungs­stu­di­um betra­gen 20.340 EUR mehr­wert­steu­er­frei (390 EUR monatlich).

Dazu kommt eine Bear­bei­tungs­pau­scha­le in Höhe von 50 EUR.
Prü­fungs­ge­büh­ren: Der­zeit 150 EUR im 1. Semes­ter und 200 EUR im 5. Semester.

Kos­ten für die Prü­fung der Zulas­sungs­vor­aus­set­zun­gen beim IKT : 295 EUR

Maxi­ma­le Teil­neh­mer­zahl: 20

Nächs­ter Stu­di­en­be­ginn: Janu­ar 2022

Im Zen­trum ste­hen fach­spe­zi­fi­sche Inhal­te und Kom­pe­ten­zen, die in ers­ter Linie den Erwerb eines psy­cho­dy­na­mi­schen Grund­ver­ständ­nis­ses von Gesund­heit und Krank­heit sowie eine ent­spre­chen­de Ver­knüp­fung mit einem qua­li­fi­zier­ten Blick auf Bil­der und Bild­pro­zes­se zum Zie­le haben. Dazu wer­den Erkennt­nis­se aus den ver­schie­de­nen wis­sen­schaft­li­chen Dis­zi­pli­nen ver­mit­telt (Psy­cho­the­ra­pie, Psy­cho­lo­gie, Medi­zin und Päd­ago­gik sowie Kunst und Kunst­wis­sen­schaf­ten), die das Fun­da­ment einer kunst­the­ra­peu­ti­schen Arbeit dar­stel­len. Theo­re­ti­sche und prak­ti­sche Hand­lungs­kom­pe­ten­zen im the­ra­peu­ti­schen Umgang mit Men­schen mit unter­schied­li­chen psy­chi­schen und soma­ti­schen Beein­träch­ti­gun­gen und Krank­hei­ten zäh­len dazu eben­so wie theo­rie­ge­lei­te­te und erfah­rungs­be­zo­ge­ne Kom­pe­ten­zen im künst­le­ri­schen Arbei­ten sowie Anre­gun­gen aus dem gro­ßen Reper­toire kunst­the­ra­peu­ti­scher Metho­den und deren situa­ti­ons­spe­zi­fi­scher Anwen­dung. Die auf die­ser Basis erfol­gen­de Ver­bin­dung von psy­cho­the­ra­peu­ti­schen und künst­le­ri­schen Kom­pe­ten­zen stellt die spe­zi­fi­sche kunst­the­ra­peu­ti­sche Fach­kom­pe­tenz dar. Zu den erwei­ter­ten fach­spe­zi­fi­schen Kom­pe­ten­zen zäh­len zudem der Erwerb grund­le­gen­der Kom­pe­ten­zen für wis­sen­schaft­li­ches Arbei­ten sowie für fach­spe­zi­fisch bedeut­sa­me For­men der Doku­men­ta­ti­on, Eva­lua­ti­on und Prä­sen­ta­ti­on kunst­the­ra­peu­ti­scher Arbeit im jewei­li­gen sys­te­mi­schen Kon­text. Zugleich stellt der Erwerb von sys­te­mi­schen Kom­pe­ten­zen sowie von Selbst- und Sozi­al­kom­pe­ten­zen in der Aus­bil­dung zu einem the­ra­peu­ti­schen Beruf einen äußerst wich­ti­gen Teil dar. Dazu gehört die För­de­rung der Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung der Teilnehmer*innen eben­so wie die Ent­wick­lung einer ethi­schen Grund­hal­tung im the­ra­peu­ti­schen Gesche­hen. Dies geschieht durch die Sen­si­bi­li­sie­rung und Aus­bil­dung empa­thi­scher und selbst­re­fle­xi­ver Fähig­kei­ten in der Selbst­er­fah­rung und durch die Ent­wick­lung von sozia­len und kom­mu­ni­ka­ti­ven Kompetenzen. 

Das Exter­ne Stu­di­en­pro­gramm Kunst­the­ra­pie B.A. bie­tet theo­re­ti­sche und per­sön­lich­keits­bil­den­de Lehr- und Lern­for­ma­te, die ana­log zu the­ra­peu­ti­schen Ent­wick­lungs- und künst­le­ri­schen Erkennt­nis­pro­zes­sen pri­mär auf intrinsi­scher Moti­va­ti­on sowie auf for­schen­dem, koope­ra­ti­vem und selbst­or­ga­ni­sier­tem Wis­sens­er­werb basie­ren. Neben den inter­dis­zi­pli­nä­ren Inputs in den Semi­na­ren und dar­aus fol­gen­der Anre­gun­gen und Inspi­ra­tio­nen zur Wei­ter­ar­beit in Klein­grup­pen bzw. im Selbst­stu­di­um gibt es beson­de­re spe­zi­fi­sche Metho­den zur Ent­wick­lung bzw. Unter­stüt­zung einer sol­chen Lern­hal­tung. Bei­spie­le sind u.a. lang­jäh­rig erprob­te Metho­den wie die Dya­den­ar­beit als kon­ti­nu­ier­li­che kom­mu­ni­ka­ti­ve Paar­ar­beit über die gesam­te Dau­er der Wei­ter­bil­dung sowie auch die kon­ti­nu­ier­li­che Bild­ta­ge­buch­ar­beit und künst­le­ri­sche Arbeit im Ate­lier und der Aus­tausch dar­über. In die­sem Exter­nen Stu­di­en­pro­gramm wird auch beson­de­re Bedeu­tung dar­auf gelegt, das erlang­te Fach­wis­sen inter­dis­zi­pli­när und anwen­dungs­be­zo­gen zu trans­fe­rie­ren und dabei die spe­zi­fi­sche, aus der Vor­bil­dung resul­tie­ren­de, erwei­ter­te Pra­xis­er­fah­rung der Teilnehmer*innen reflek­tiert und selbst­be­wusst in den fach­lich-theo­re­ti­schen Dis­kurs einzubringen.

Zur Exter­nen­prü­fung kann zuge­las­sen wer­den, wer fol­gen­de Vor­aus­set­zun­gen erfüllt: Die Qua­li­fi­ka­ti­on für ein Hoch­schul­stu­di­um nach § 58 Abs. 2 LHG (Abitur oder Fach­hoch­schul­rei­fe oder eine als gleich­wer­tig aner­kann­te Zugangs­be­rech­ti­gung). Beson­de­re Zulas­sungs­vor­aus­set­zun­gen zum Stu­di­en­pro­gramm Kunst­the­ra­pie IKT gemäß §3 Abs. 1 Punkt 3 der Sat­zung der EPO Kunst­the­ra­pie IKT. Den Nach­weis der hin­rei­chen­den Vor­be­rei­tung auf die Exter­nen­prü­fung (wird erbracht durch regel­mä­ßi­ge Teil­nah­me an den Vor­le­sun­gen des Exter­nen­stu­di­ums). Soll­te die Anwe­sen­heit in den regu­lä­ren Vor­le­sun­gen unter 80 % lie­gen, kön­nen feh­len­de Anwe­sen­heits­zei­ten durch kos­ten­pflich­ti­ge Son­der­se­mi­na­re am IKT nach­ge­holt werden.

über die
WAF Wei­ter­bil­dungs­aka­de­mie an der Hoch­schu­le für Wirt­schaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen
Neckar­stei­ge 6 – 10
72622 Nürtingen

Das Exter­nen­pro­gramm Kunst­the­ra­pie eröff­net nach Abschluss viel­fäl­ti­ge beruf­li­che Per­spek­ti­ven und Ein­satz­mög­lich­kei­ten in sehr unter­schied­li­chen Arbeits­fel­dern. Auch wenn die Kunst­the­ra­pie eine noch rela­tiv klei­ne und jun­ge Fach­dis­zi­plin dar­stellt und ihr Bekannt­heits­grad noch im Wach­sen ist, so ist den­noch beacht­lich, in wie vie­len Arbeits­fel­dern Kunsttherapeut*innen mitt­ler­wei­le tätig sind. Das betrifft in ers­ter Linie den kli­ni­schen Kon­text, ins­be­son­de­re kli­ni­sche Ein­rich­tun­gen der Psych­ia­trie, Psy­cho­so­ma­tik, Neu­ro­lo­gie, Päd­ia­trie, Ger­ia­trie, Onko­lo­gie, usw. Zudem wird in vie­len sozia­len und päd­ago­gi­schen Arbeits­fel­dern die Bedeu­tung der kunst­the­ra­peu­ti­schen Mög­lich­kei­ten erkannt und geschätzt, z.B. in der Arbeit mit beein­träch­ti­gen Men­schen und den ent­spre­chen­den Insti­tu­tio­nen, in der Flücht­lings­ar­beit, in Ein­rich­tun­gen der Kin­der- und Jugend­hil­fe, in der schu­li­schen und außer­schu­li­schen Päd­ago­gik, in der Erwach­se­nen­bil­dung, in der Arbeit mit alten und demen­ten bzw. von Demenz bedroh­ten Men­schen. etc., außer­dem in der Prä­ven­ti­on, im Coa­ching und der Bera­tung sowie in der Kul­tur­ar­beit. Die Not­wen­dig­keit zusätz­li­cher kunst­the­ra­peu­ti­scher Exper­ti­se wird also zuneh­mend erkannt. Als pri­mär non­ver­ba­le, hand­lungs­ori­en­tier­te und auf Bil­dern basie­ren­de The­ra­pie­form kann die Kunst­the­ra­pie die­sen gesell­schaft­lich stei­gen­den Bedarf erfül­len. Denn zusätz­lich zur ver­ba­len Spra­che bie­tet die hin­zu­kom­men­de „Bild­spra­che“ wert­vol­le Mög­lich­kei­ten einer Kom­mu­ni­ka­ti­on „über Bil­der“ — mit all den zusätz­li­chen Mög­lich­kei­ten des Sich Aus­drü­ckens, des Sich Mit­tei­lens, des Ver­ste­hens, der Erkennt­nis, usw. Zum Tätig­keits­feld der Kunsttherapeut*innen gehö­ren dem­entspre­chend ver­ant­wor­tungs­vol­le Tätig­kei­ten, wie z.B. die kunst­the­ra­peu­ti­sche pro­fes­sio­nel­le Behand­lung kran­ker oder schwerst beein­träch­tig­ter Men­schen inner­halb eines inter­dis­zi­pli­nä­ren Teams, die kunst­the­ra­peu­ti­sche Beglei­tung bei der Wie­der­ein­glie­de­rung von Men­schen, die aus dem sozia­len Netz gefal­len sind, prä­ven­ti­ve kunst­the­ra­peu­ti­sche Pro­jek­te und Maß­nah­men für Kin­der und Jugend­li­che mit Risi­ko­fak­to­ren, oder eben auch kunst­the­ra­peu­ti­sche Unter­stüt­zung bei der Inte­gra­ti­on geflüch­te­ter Men­schen sowie bei der Erhal­tung der Lebens­qua­li­tät im Alter. 

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