Fort­bil­dun­gen  /   Son­der­se­mi­na­re

Das Pro­gres­si­ve The­ra­peu­ti­sche Spie­gel­bild nach Pecic­cia & Bene­detti, 1989

Dr. Mau­ri­zio Pecic­cia   /   27.03. — 29.03.2026   IKT

ACH­TUNG: Ver­län­ger­te Seminarzeiten

Das Pro­gres­si­ve The­ra­peu­ti­sche Spie­gel­bild ist eine the­ra­peu­ti­sche Metho­de, die Ähn­lich­kei­ten mit dem von Win­ni­cott ent­wi­ckel­ten „Krit­zel­spiel“ auf­weist, aber spe­zi­fi­sche Vor­tei­le für Men­schen in psy­cho­ti­schen Zustän­den bie­tet. Die Tech­nik besteht aus zwei Haupt­pha­sen: In der ers­ten Pha­se zeich­nen Therapeut*in und Patient*in gleich­zei­tig auf getrenn­ten Blät­tern spon­ta­ne Zeich­nun­gen. In der zwei­ten Pha­se ver­voll­stän­digt und trans­for­miert jede*r die Zeich­nung des/der ande­ren – eben­falls gleich­zei­tig – jedoch auf trans­pa­ren­ten Blät­tern, die über­la­gert, aber nicht dau­er­haft mit­ein­an­der ver­bun­den werden.

 

Durch die­se vor­über­ge­hen­de Über­la­ge­rung wird eine sym­bo­li­sche Ver­ei­ni­gung und Tren­nung ermög­licht, ohne die psy­chi­schen Gren­zen des/der Patient*in zu ver­let­zen. Die Metho­de respek­tiert die frag­men­tier­te inne­re Welt der psy­cho­ti­schen Per­son, indem sie ver­mei­det, die ursprüng­li­che Zeich­nung direkt zu ver­än­dern. Statt­des­sen ent­steht ein visu­el­ler Dia­log wech­sel­sei­ti­ger Trans­for­ma­ti­on, der die Inte­gra­ti­on sym­bio­ti­scher und getrenn­ter Selbst­an­tei­le för­dert und so der psy­cho­ti­schen Spal­tung ent­ge­gen­wirkt. Die trans­pa­ren­ten Über­la­ge­run­gen ermög­li­chen wie­der­hol­te Bewe­gun­gen von Nähe und Distanz, die sym­bo­lisch psy­chi­sche Inte­gra­ti­ons­pro­zes­se nachbilden.

 

Im Ver­lauf ent­steht eine gra­fi­sche Sequenz, ver­gleich­bar mit einem Traum oder einem Film, die reich an sym­bo­li­scher Bedeu­tung ist. Auch Men­schen mit ein­ge­schränk­ter sprach­li­cher Aus­drucks­fä­hig­keit kön­nen sich meist gut auf die­se Kom­mu­ni­ka­ti­ons­form ein­las­sen. Durch wie­der­hol­ten Aus­tausch brin­gen Therapeut*in und Patient*in jeweils klei­ne gra­fi­sche Ver­än­de­run­gen ein, die emo­tio­na­le Inhal­te aus­drü­cken und ver­ar­bei­ten. Damit unter­stützt der/die Therapeut*in, im Sin­ne Bions, die soge­nann­te „Alpha-Funk­ti­on“, also die Umwand­lung unbe­ar­bei­te­ter emo­tio­na­ler Erfah­run­gen in denk­ba­re Formen.

 

Nach Pecic­cia und Bene­detti ist die Psy­cho­se das Resul­tat einer Frag­men­tie­rung der Pri­mär­pro­zes­se im Unbe­wuss­ten. Selbst wenn die­se in das Bewusst­sein ein­drin­gen, blei­ben sie wir­kungs­los, da das Lust­prin­zip im Unbe­wuss­ten bereits ver­armt und unzu­rei­chend ist. Das Pro­gres­si­ve The­ra­peu­ti­sche Spie­gel­bild schafft einen repa­ra­ti­ven Raum, in dem die­se frag­men­tier­ten Pro­zes­se reinte­griert wer­den kön­nen. In die­sem Bild­dia­log ent­ste­hen soge­nann­te „Über­gangs­fi­gu­ren“ – Gestal­ten, die aus Ele­men­ten von Therapeut*in und Patient*in bestehen – durch die inten­si­ve emo­tio­na­le Inhal­te, sowohl libi­di­nö­ser als auch destruk­ti­ver Art, aus­ge­drückt und trans­for­miert wer­den kön­nen. Die­se Form der Kom­mu­ni­ka­ti­on geht oft über das hin­aus, was mit Wor­ten mög­lich wäre.

Ter­min: 27.03. bis 29.03.2026

 

Ver­län­ger­tes Semi­nar, Zei­ten:
Frei­tag 14.00–21.30 Uhr
Sams­tag 09.00–19.00 Uhr
Sonn­tag 09.00–15.00 Uhr

27

Kos­ten:
Regu­lär 440,-

Ermä­ßigt (für Teilnehmer*innen des BA): 420,- Euro

Insti­tut für Kunst und The­ra­pie
Ger­me­rin­ger Str. 6a
82131 Gau­ting

Kurz­vi­ta

 

Dr. Mau­ri­zio Pecic­cia, MD, Spe­zia­list in der Psych­ia­trie. Trai­ning in exis­ten­zi­el­ler Psy­cho­ana­ly­se mit Gaeta­no Bene­detti in Basel. Aus­bil­dung in Kunst­the­ra­pie mit Pino Bar­ta­lot­ta, Jun­gi­an Psy­cho­ana­ly­ti­ker in Rom. Er ist Prä­si­dent des ita­lie­ni­schen Berufs­ver­ban­des der Kunsttherapeut*innen (APIA­rt), Direk­tor des Gaeta­no Bene­detti Psy­cho­ana­ly­ti­sche Exis­ten­ti­el­le Psy­cho­the­ra­pie Insti­tut in Assi­si. Zusam­men mit Gaeta­no Bene­detti hat er im Bereich der Psy­cho­the­ra­pie und Kunst­the­ra­pie die Metho­de des Pro­gres­si­ven the­ra­peu­ti­schen Spie­gel­bil­des ent­wi­ckelt. Er lehrt dies in Ita­li­en, der Schweiz und Deutsch­land. Er ist Autor zahl­rei­cher Publi­ka­tio­nen zur Psy­cho­the­ra­pie von Psy­cho­sen, Psy­cho­ana­ly­se und Kunsttherapie.

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Rück­tritts­be­din­gun­gen für ein­zel­ne Semi­na­re und Akademien

Bei einem Rück­tritt bis zu 4 Wochen vor Semi­nar­be­ginn fällt eine Bear­bei­tungs­ge­bühr 
in Höhe von 50 € an. Spä­ter ist ein Rück­tritt nur mög­lich, soll­te recht­zei­tig ein Ersatz von der War­te­lis­te für die Teil­nah­me am Semi­nar gefun­den wer­den. In die­sem Fal­le bleibt die Bear­bei­tungs­ge­bühr in Höhe von 50€ auf­recht. Soll­te kein Ersatz von der War­te­lis­te für das Semi­nar gefun­den wer­den, ist bei Stor­nie­rung ab 4 Wochen vor Semi­nar­be­ginn der gesam­te Semi­nar­be­trag zu bezahlen.

 

 

Rück­tritts­be­din­gun­gen für gesam­te Semi­nar-Rei­hen, Coa­ching, TJ, Trauma

Bei einem Rück­tritt bis zu 4 Wochen vor Beginn der Fort­bil­dungs­rei­he ist eine Bear­bei­tungs­ge­bühr von 150 EUR zu leis­ten. 
Ein spä­te­rer Rück­tritt ist nur in Aus­nah­me­fäl­len mög­lich. 
Bei einer Stor­nie­rung zwi­schen vier und einer Woche vor Beginn der Ver­an­stal­tungs­rei­he fal­len 40% der gesam­ten Kurs­ge­büh­ren an.
Bei Stor­nie­rung ab einer Woche vor dem ers­ten Modul fal­len 80% der gesam­ten Kurs­ge­büh­ren an. 
Bleibt die/der TN Ver­an­stal­tun­gen fern, hat sie/er den­noch das hier­für fest­ge­setz­te Ent­gelt zu entrichten.