Fort­bil­dun­gen  /   Son­der­se­mi­na­re

Geführ­tes Zeich­nen In Der Kunsttherapie

Mar­tin Mohr   /   23.07. — 25.07.2027   /  IKT

Kurz­be­schrei­bung

Die Metho­de wur­de von Maria Hip­pi­us in den 1930er Jah­ren ent­wi­ckelt. Zugrun­de liegt die Erkennt­nis der Gestalt­psy­cho­lo­gie, dass jedem Gefühl eine Bewe­gung ent­spricht bzw. inne­wohnt. Gefüh­le, als eine inne­re Bewegt­heit, die ihren kör­per­li­chen Aus­druck in einem gra­fi­schen Werk fin­den kön­nen, sich aus­drü­cken und sicht­bar wer­den, vgl. Lud­wig Kla­ges. Bedeut­sam ist zudem die Leh­re vom Gestalt­kreis der zeigt, wie Erle­ben und Wahr­neh­mung mit­ein­an­der ver­bun­den sind und sich die­se gegen­sei­tig beein­flus­sen: Wahr­neh­mung geschieht in Bewe­gung, wie auch durch Bewe­gung Wahr­neh­mung aus­ge­löst wird. Das fin­det sei­nen Nie­der­schlag in real kör­per­li­cher Bewe­gung als auch in einem in Bewe­gung gebrach­ten Bewusst­sein, vgl. Vik­tor v. Weizäcker.

Beim Geführ­ten Zeich­nen wird mit geschlos­se­nen Augen, meist beid­hän­dig, auf groß­for­ma­ti­gem Papier und in Serie gestaltet.

Durch die­se Art der Mal- bzw. Zei­chen­wei­se wird die Wahr­neh­mung und Acht­sam­keit nach innen gerich­tet. Es ent­ste­hen weni­ger ver­stan­des­ge­steu­er­te Moti­ve aus dem Intel­lekt, viel­mehr fol­gen die Gestal­te­rin­nen ihren inne­ren Impul­sen, Gefüh­len und Bewe­gun­gen. Letz­te­re ‚füh­ren‘ von innen, daher Geführ­tes Zeich­nen. Bei der im Semi­nar vor­ge­stell­ten Metho­de wird in Zwei­er­grup­pen im Wech­sel gemalt: Ein Maler und eine Beob­ach­te­rin. Die Seri­en bestehen aus ca. 6–10 Blät­tern, die im Anschluss bespro­chen und reflek­tiert wer­den. Durch mehr­fa­ches Wie­der­ho­len der Seri­en kön­nen sich die Teil­neh­men­den zuneh­mend bes­ser auf ihre inne­ren Impul­se ein­stel­len: Es kön­nen sich For­men, Bild­fol­gen und Sym­bo­li­sie­run­gen ent­fal­ten, die als For­mungs­pro­zess des Bewusst­seins zu ver­ste­hen sind. In ihren Grund­for­men ent­spre­chen sie den Stu­fen des Indi­vi­dua­ti­ons­we­ges, wie sie C. G. Jung und Erich Neu­mann auf­zeig­ten, vgl. Ortrud Deuser.

In einem anschlie­ßen­den, bewuss­ten Mal­pro­zess wer­den ent­stan­de­ne Motive/Symbole, wie z.B. Kreis, Spi­ra­le, wei­ter gestal­tet und aus­ge­ar­bei­tet. Bei­spie­le aus der Pra­xis wer­den im Semi­nar vor­ge­stellt und unter beson­de­rer Bezug­nah­me auf Strich­füh­rung und Sym­bo­lik betrachtet.

Das Semi­nar rich­tet sich an (ange­hen­de) Kunst­the­ra­peu­tin­nen und Inter­es­sen­ten aus angren­zen­den Berufs­fel­dern. Das Geführ­te Zeich­nen kann schnell in tie­fe Schich­ten des eige­nen Unbe­wuss­ten ein­drin­gen. Die Teil­neh­men­den über­neh­men Eigen­ver­ant­wor­tung im Selbsterfahrungsprozess.

Bit­te brin­gen Sie Mal­ma­te­ri­al mit, mit dem Sie gern gestal­ten, eini­ge klei­ne Gegen­stän­de, die ein Zen­trum, eine Abgren­zung, eine Ein­la­dung, eine Ent­wick­lung u. ä. sym­bo­li­sie­ren, einen Block für Noti­zen und, wenn ver­füg­bar, ein Musikinstrument.

Ter­mi­ne und Seminarzeiten

Ter­min: 23.07. bis 25.07.2027

 

Semi­nar­zei­ten:
Frei­tag 18.00–21.30 Uhr
Sams­tag 09.00–18.30 Uhr
Sonn­tag 09.00–15.00 Uhr

Unterichts­ein­hei­ten

21

Kos­ten

Kos­ten:
Regu­lär 340 Euro

Ermä­ßigt (für Teilnehmer*innen des BA): 320 Euro

Ver­an­stal­tungs­ort

Insti­tut für Kunst und The­ra­pie
Kraillin­ger Stra­ße 12
82131 Stock­dorf

Dozent

Mar­tin Mohr

Anmel­dung
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Rück­tritts­be­din­gun­gen

 

Rück­tritts­be­din­gun­gen für ein­zel­ne Semi­na­re und Akademien

Bei einem Rück­tritt bis zu 4 Wochen vor Semi­nar­be­ginn fällt eine Bear­bei­tungs­ge­bühr 
in Höhe von 50 € an. Spä­ter ist ein Rück­tritt nur mög­lich, soll­te recht­zei­tig ein Ersatz von der War­te­lis­te für die Teil­nah­me am Semi­nar gefun­den wer­den. In die­sem Fal­le bleibt die Bear­bei­tungs­ge­bühr in Höhe von 50€ auf­recht. Soll­te kein Ersatz von der War­te­lis­te für das Semi­nar gefun­den wer­den, ist bei Stor­nie­rung ab 4 Wochen vor Semi­nar­be­ginn der gesam­te Semi­nar­be­trag zu bezahlen.

Rück­tritts­be­din­gun­gen für gesam­te Semi­nar-Rei­hen, Coa­ching, TJ, Trauma

Bei einem Rück­tritt bis zu 4 Wochen vor Beginn der Fort­bil­dungs­rei­he ist eine Bear­bei­tungs­ge­bühr von 150 EUR zu leis­ten. 
Ein spä­te­rer Rück­tritt ist nur in Aus­nah­me­fäl­len mög­lich. 
Bei einer Stor­nie­rung zwi­schen vier und einer Woche vor Beginn der Ver­an­stal­tungs­rei­he fal­len 40% der gesam­ten Kurs­ge­büh­ren an.
Bei Stor­nie­rung ab einer Woche vor dem ers­ten Modul fal­len 80% der gesam­ten Kurs­ge­büh­ren an. 
Bleibt die/der TN Ver­an­stal­tun­gen fern, hat sie/er den­noch das hier­für fest­ge­setz­te Ent­gelt zu entrichten.