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Weiterbildungen
TRAININGSJAHR IN PRÄSENZ 2027
Januar — November 2027 / IKT
Das Trainingsjahr vermittelt in 6 Wochenendseminaren Grundlagen der Kunsttherapie. In den Veranstaltungen wird der Umgang mit kunsttherapeutischen Prozessen auf der Basis von Selbsterfahrung, Reflexion und theoretischen Erläuterungen vermittelt. Die Teilnahme wird auf das vierjährige, berufsbegleitende Bachelorstudium Kunsttherapie angerechnet. Das Trainingsjahr wendet sich an:
Seminarzeiten
Freitag 18.00 bis ca. 21.30 Uhr
Samstag 09.00 bis ca. 18.30 Uhr
Sonntag 09.00 bis ca. 15.00 Uhr
09.01. bis 11.01.2027 (Modul I)
Bild. Sprache I – zu den besonderen Möglichkeiten der Kunsttherapie
Dozentin: Prof. Dr. Christine Mechler-Schönach
12.02. bis 14.02.2027 (Modul II)
Bild. Sprache II – zu den besonderen Möglichkeiten der Kunsttherapie
Dozentin: Prof. Dr. Christine Mechler-Schönach
12.03. bis 14.03.2027 (Modul III)
Das Initialbild, kunsttherapeutischen Prozess
Dozentin: Alexandra Danner-Weinberger
25.06. bis 27.06.2027 (Modul IV)
Der eigene Weg zur Kunsttherapie und die Bedeutung der Selbstfürsorge
Dozent: Christofer Schopf
24.09. bis 26.09.2027 (Modul V)
Die Bedeutung von Sicherheit und Gelassenheit im schöpferischen Tun
Dozent: Christofer Schopf
26.11. bis 28.11.2027 (Modul VI)
Die Ich-Symbole: Sonne, Baum, Haus
Dozent: Peter Trocha
Die 6 Wochenendseminare des Trainingsjahrs sind ausschließlich als gesamte Reihe buchbar.
Die Kosten für den Grundlagenkurs/Trainingsjahr betragen 340€ pro Wochenende, insgesamt 2.040€.
Bei Vertragsunterzeichnung und mit Erhalt der Rechnung ist eine Anzahlung von je 100€ pro Seminareinheit (insgesamt 600€) fällig. Wir bitten, die restliche Seminargebühr dann jeweils zwei bis vier Wochen vor Seminarbeginn unaufgefordert zu überweisen.
Institut für Kunst und Therapie München
Germeringer Str. 6a
82131 Gauting
Für mehr Informationen bitte auf den Namen der Dozentin oder des Dozenten klicken.
Da es sich um eine Fortbildungseinheit handelt, können die Seminare nicht einzeln gebucht werden.
Der Bewerbungsbogen kann aus dem Internet heruntergeladen oder im Sekretariat angefordert werden, diesen bitte ausgefüllt an das Sekretariat des IKT senden.
Es folgt ein Aufnahmegespräch mit Frau Dr. Simone Gaiss, Kontakt s. unten.
Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eintreffens berücksichtigt.
Rücktrittsbedingungen
Bei einem Rücktritt bis zu vier Wochen vor Beginn der Fortbildungsreihe ist eine Bearbeitungsgebühr von 150€ zu leisten, bei Stornierung zwischen vier und einer Woche vor Beginn der Veranstaltungsreihe fallen 40% der gesamten Kursgebühren an.
Bei einem Storno ab einer Woche vor dem ersten Modul fallen 80% der gesamten Kursgebühr an.
Bleibt die/der TN den Veranstaltungen fern, hat sie/er dennoch das hierfür festgesetzte Entgelt zu entrichten.
ZU DEN BESONDEREN MÖGLICHKEITEN DER KUNSTTHERAPIE
Die BILD.SPRACHE als zentrale Basis kunsttherapeutischer Praxis und Theorie eröffnet besondere Möglichkeiten des Verstehens und Kommunizierens. Anhand von Theorie- und Praxisbeispielen und auf dem Hintergrund einer selbsttätigen und selbstreflexiven Auseinandersetzung mit kunsttherapeutischen Methoden sollen spezifische Vorgehens- und Wirkweisen der kunsttherapeutischen Arbeit erfahrbar werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf kunsttherapeutischen und künstlerisch-experimentellen Methoden, bei denen das Spielerische, das Assoziative, das Zu-Fallende eine wichtige Rolle spielen. Mithilfe verschiedener Formen seriellen Malens, Zeichnens und Schreibens werden wichtige Grundsätze zum Eröffnen, Begleiten und Abschließen von kunsttherapeutischen Prozessen exemplarisch nachvollziehbar. Dadurch können Zugänge eröffnet werden zu — oft brachliegenden oder blockierten — schöpferischen Potentialen, die in der kunsttherapeutischen Arbeit als Teil der Selbstregulierungskräfte und als Hilfe bei der Bewältigung von Krisen oder Krankheit zur Verfügung stehen.
Bitte bringen Sie folgende Materialien in beide Seminare mit: Bleistifte, Farbstifte, flüssige Farben nach eigener Wahl (Gouache- oder Acryl- oder Wasserfarben); viel Papier für Serienarbeiten — in kleinerem Format z.B. Kopierpapier o. ä.; ein paar größere Papiere.
PROF. DR. CHRISTINE MECHLER-SCHÖNACH
Kunsttherapie fördert die Fähigkeit sich selbst und andere mit allen Sinnen zu erfassen. Im Mittelpunkt steht der kreative Prozess, die Gestaltung, das Bild, die Skulptur.
Dem Anfang in der Kunsttherapie kommt ähnlich wie dem „Initialraum“ in der Psychoanalyse eine hohe Bedeutung zu. Das erste gestaltete Werk in der Initialphase einer Kunsttherapie bildet die Basis für das weitere kunsttherapeutische Geschehen.
Im Seminar beschäftigen wir uns mit relevanten Aspekten des kunsttherapeutischen Handelns am Beginn eines kunsttherapeutischen Prozesses: Wie aktualisieren wir Kompetenzen, Stärken und Fähigkeiten? Wie erspüren wir Entwicklungspotenzial und dynamische Analogien? Wie generieren wir Kontakt mit eigenen und fremden Gefühlen, Gedanken und Zuständen? Welches, durch andere Therapieformen nicht substituierbares Handeln ermöglicht unbewusste, abgewehrte oder projizierte Bereiche als etwas Eigenes zu erleben?
Im eigenen gestalterischen Handeln erfahren wir das Wirken bildnerischer Prozesse.
Alexandra Danner-Weinberger
Traumatisierungen in Form von psychischer, emotionaler, körperlicher und sexueller Gewalt bilden den Hintergrund zahlreicher psychischer und psychosomatischer Störungsbilder.
Das Seminar beschäftigt sich mit relevanten Aspekten des kunsttherapeutischen Handelns in der Arbeit mit Patient*innen mit traumatischen Erfahrungen.
Dem Grundsatz einer mentalisierungsbasierten psychodynamischen Kunsttherapie folgend, erkunden wir vor einer Exploration der traumatischen Erfahrungen die positiven Aspekte der Selbstrepräsentanzen, die „Ressourcenpotentiale“ der Patient*innen.
Mit praktischen Übungen, eigenen Gestaltungen und anhand von klinischen Patient*innen-Verläufen werden unterschiedliche Interventionen zur „bildnerischen Ressourcendiagnostik“ und zur Stabilisierung erläutert, erprobt und diskutiert.
Alle therapeutischen Elemente werden vor dem Hintergrund von Übertragung, Gegenübertragung und Widerstand reflektiert. Ziel ist es, geschützte Handlungs- und Erlebensräume zu eröffnen, in denen eigene und fremde Bedürfnisse, Emotionen und Affekte erforscht werden können — geschützte Räume, in denen Unsichtbares und Unaussprechliches Gestalt annimmt und zu einem anschaubaren Gegenüber wird.
CHRISTOFER SCHOPF
Sich einlassen zu können, auf was auch immer, setzt voraus, dass ich mich ausreichend sicher fühle in mir selbst, an dem Ort, mit den Menschen, mit dem, was geschieht. In Belastungssituationen ist genau das nicht gewährleistet.
Was hilft dazu, eine solche Atmosphäre wiederherzustellen?
Was gibt uns Sicherheit, was ermöglicht es, uns selbst und die anderen wieder lassen zu können?
CHRISTOFER SCHOPF
Diese Symbole begegnen uns erstmalig in den Kinderzeichnungen und erhalten dort, neben ihrem zunächst realen Sinngehalt und ihrer unmittelbaren Bildfunktion, schnell eine Bedeutung als Symbol der psychischen Befindlichkeit. Wir alle bedienen uns auf eine eher unbewusste, intuitive Weise dieser Symbole. Seit Jahrtausenden scheinen sie dem Menschen auf selbstverständliche Weise zur Verfügung zu stehen.
Um mit diesen Sinnbildern kunsttherapeutisch umzugehen, bedarf es weniger eines konkreten Deutungskataloges, im Sinne einer Übersetzungshilfe, als vielmehr einer eigenen Annäherung. Für jeden Menschen lässt sich der konkrete subjektive Bedeutungsinhalt eines Symbols auf einem spontanen Bild nur vor dem Hintergrund und nur auf der Basis dessen individuellen Lebenslaufes verstehen.
An diesem Wochenende werden wir durch Selbsterfahrung mit bildnerischen Mitteln den Gemeinsamkeiten und Unterschieden dieser drei Symbole in ihrer Trägerfunktion für das seelische Erleben nachgehen, wir werden uns allgemein den Symbolen in Zeichnungen/auf Bildern, als Ausdruck des eigenen Ich/Selbst zuwenden und daraus kunsttherapeutische Zugangsweisen ableiten.
Bitte bringen Sie folgende Materialien zum Seminar mit: möglichst großformatiges Papier (Rolle), flüssige Farben, Farbgefäße und Pinsel.
PETER TROCHA
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