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Wei­ter­bil­dun­gen /  Zer­ti­fi­zier­te Fortbildungen

Trau­ma und Strukturdefizit

Kunst­the­ra­peu­ti­scher Fachberater*in Psychotraumatologie 

Dr. Rena­te Hoch­auf, Dr. Nata­scha Unfried Juni 2021 — Janu­ar 2023 / IKT

Bit­te beach­ten Sie fol­gen­de Ter­min­än­de­rung: Modul IV ist vom 23.–24.6. auf den 16.–17.6.2022 verschoben.

Die nächs­te Semi­nar­rei­he beginnt 2023. Sie kön­nen sich bei Inter­es­se ger­ne vor­mer­ken lassen.

In die Kunst­the­ra­pie kom­men immer mehr trau­ma­ti­sier­te Pati­en­tIn­nen, wes­halb sys­te­ma­ti­sche und anwen­dungs­be­zo­ge­ne Fort­bil­dun­gen in die­sem Bereich immer not­wen­di­ger wer­den. Bereits zum ach­ten Mal bie­tet das Insti­tut für Kunst und The­ra­pie Mün­chen (IKT) seit Juni 2021 eine ent­spre­chen­de berufs­be­glei­ten­de Fort­bil­dung an, die sich an Psy­cho­the­ra­peu­tIn­nen und Kunst­the­ra­peu­tIn­nen richtet.
In 6 Modu­len, die jeweils Donnerstag/Freitag statt­fin­den, ler­nen Sie neben theo­re­ti­schen Grund­la­gen und Hin­ter­grün­den erprob­te kunst­the­ra­peu­ti­sche Metho­den, Ima­gi­na­ti­ons­übun­gen und Inter­ven­ti­ons­tech­ni­ken ken­nen. Die Anwen­dung wird sys­te­ma­tisch anhand von Bild­ma­te­ri­al und eige­nen Fall­bei­spie­len trai­niert. Rena­te Hoch­auf und Nata­scha Unfried ver­mit­teln die­sen Ansatz in unnach­ahm­li­cher Wei­se kom­pe­tent, leben­dig, anschau­lich und pra­xis­nah. Die Fort­bil­dung endet mit einem Zer­ti­fi­kat, das zum kunst­the­ra­peu­ti­schen Fach­be­ra­ter in Psy­cho­t­rau­ma­to­lo­gie qualifiziert.
Die Diplom-Psy­cho­lo­gin Dr. Rena­te Hoch­auf und die Ärz­tin Dr. Nata­scha Unfried haben ein neu­es Ver­fah­ren der sys­te­ma­ti­schen the­ra­peu­ti­schen Bear­bei­tung frü­her prä­ver­ba­ler Trau­ma­ti­sie­run­gen ent­wi­ckelt, das in krea­ti­ver Wei­se Ima­gi­na­ti­on, Psy­cho­ana­ly­se und Psy­cho­t­rau­ma­to­lo­gie inte­griert.
Das neue Ver­fah­ren erlaubt erst­mals, die psy­cho­t­rau­ma­to­lo­gisch-psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Bear­bei­tung auch frü­hes­ter vor­sprach­li­cher Trau­ma­ti­sie­run­gen, was bis­her so noch nicht mög­lich war. Eines der Prin­zi­pi­en ist die Beach­tung der Par­al­le­li­tät von Über­tra­gung der trau­ma­ti­schen Bezie­hungs­er­fah­rung und the­ra­peu­ti­scher Real­be­zie­hung, wodurch ein kon­stru­ier­ter “Ersatz­zwi­schen­raum” ent­steht, in dem der regres­si­ve Pro­zess erfolgt. Ins­be­son­de­re auch bei Kin­dern hat sich der neue Behand­lungs-ansatz in erstaun­li­cher Wei­se bewährt. Die­ser neue Ansatz ist für die prak­ti­sche Arbeit des Psy­cho­the­ra­peu­ten und spe­zi­ell des Kunst­the­ra­peu­ten unge­mein lehr­reich, weil er erlaubt, den trau­ma­ti­schen Stö­rungs­an­teil in ganz neu­er Klar­heit zu iden­ti­fi­zie­ren und einer the­ra­peu­ti­schen Bear­bei­tung, auch in Bild und Ima­gi­na­ti­on, zugäng­lich zu machen.

Die Teil­neh­mer erhal­ten bei Besuch aller 6 Modu­le ein Fort­bil­dungs­zer­ti­fi­kat, das zum kunst­the­ra­peu­ti­schen Fach­be­ra­ter in Psy­cho­t­rau­ma­to­lo­gie qualifiziert.

Modul I 17.06. und 18.06.2021 (Ein­füh­rung)
Modul II 28.10. und 29.10.2021
Modul III 20.01. und 21.01.2022
Modul IV 16. und 17.06.22 (statt 23. und 24.06.)
Modul V 10.11. und 11.11.2022
Modul VI Janu­ar 2023
Jeweils von Don­ners­tag 15.00 h bis ca. 21.00 h, Frei­tag 9.00 h bis ca. 16.00 h
Dies ent­spricht pro Modul 16 Unterrichtsstunden.

Spe­zi­fik der Traumakom­pen­sa­ti­on bei früh und kom­plex trau­ma­ti­sier­ten PatientInnen

Psy­cho­ana­ly­ti­sche Ent­wick­lungs­kon­zep­te / Ergeb­nis­se der Säug­lings­for­schung und prä­na­ta­le Psy­cho­lo­gie / Neu­ro­bio­lo­gi­sche Aspek­te der kind­li­chen Ent­wick­lung / Psy­cho­lo­gi­sche Aspek­te der Trau­ma­ti­sie­rung im Zusam­men­hang mit Struk­tur­de­fi­zi­ten / Neu­ro­bio­lo­gi­sche Aspek­te der Trau­ma­ti­sie­rung im Zusam­men­hang mit Struk­tur­de­fi­zi­ten / Rah­men, Set­ting und Tech­ni­ken traumakom­pen­sa­to­ri­scher Interventionsmodelle

Über­sichts­se­mi­nar Prozessüberblick 

Ver­ar­bei­tungs­be­son­der­hei­ten trau­ma­ti­scher gegen­über kon­flikt­be­zo­ge­nen Erfah­run­gen / The­ra­peu­ti­sche Kon­se­quen­zen für den Umgang mit Abbil­dungs­mo­da­li­tä­ten und Über­tra­gung / Beson­der­hei­ten des Ein­sat­zes des Metho­den­re­per­toires („metho­di­sches Hand­werks­zeug“), Set­ting und Rah­men bei Trauma­be­ar­bei­tung / Dif­fe­ren­zi­el­le dia­gnos­ti­sche Kri­te­ri­en zum Ein­stieg in die Traumaa­r­beit / Kom­pen­sa­ti­ons­tech­ni­ken und „Gute-Orte-Pro­ble­ma­tik“ / Beson­der­hei­ten der Nut­zung von Über­tra­gung und Gegen­über­tra­gung in der the­ra­peu­ti­schen Ein­stiegs­pha­se / Über­blick über einen trauma­be­ar­bei­ten­den Gesamt­pro­zess / Umgang mit Ima­gi­na­ti­on und Spra­che / Übun­gen, Falldarstellungen

Spe­zi­fik der Wider­stands­be­ar­bei­tung, Erar­bei­tung von Prozessverläufen

Intro­jekt­cha­rak­ter von Über­tra­gun­gen spe­zi­ell für Erwach­se­ne vs. Kinder/Jugendliche
Wider­stands­kol­lus­sio­nen in der Traumaa­r­beit
Fokus per­zep­ti­ver Bezie­hungs­ent­kopp­lung (psychische/neurobiologische Mecha­nis­men)
Fokus Ret­tungs­il­lu­si­on (psychische/neurobiologische Mecha­nis­men)
Spe­zi­fi­ka der Trau­ma­ver­knüp­fun­gen bei frü­hen Trau­ma­ta (Sym­bo­li­sie­rungs­aspek­te)
Spe­zi­fi­sches Inter­ven­ti­ons­mo­dell bei Erwach­se­nen und Kindern/Jugendlichen
Integration/Trauerarbeit
Die Teil­neh­mer wer­den gebe­ten, eige­ne Fall­bei­spie­le mitzubringen.

In den Modu­len IV bis VI sol­len an eige­nen Fall­bei­spie­len spe­zi­fi­sche Schwer­punk­te des Trau­ma bear­bei­ten­den Pro­zes­ses dis­ku­tiert wer­den. Die Ver­an­stal­tun­gen die­nen zum einen der Ver­tie­fung der in den vor­an­ge­gan­ge­nen Wochen­en­den erar­bei­te­ten theo­re­ti­schen und prak­ti­schen Erkennt­nis­sen, zum ande­ren der Super­vi­si­on: Die Arbeit an metho­di­schen Details des trau­maori­en­tier­ten The­ra­pie­pro­zes­ses wer­den im prak­ti­schen Semi­nar­teil anhand kon­kre­ter Fall­bei­spie­le der Teil­neh­me­rIn­nen ver­deut­licht und begleitet.

Zu den Modu­len gibt es schrift­li­ches Arbeits­ma­te­ri­al (Skrip­ten), das jeweils in den Semi­na­ren ver­teilt wird.

Emp­foh­le­ne und ver­tie­fen­de Lite­ra­tur: Rena­te Hoch­auf, „Frü­hes Trau­ma und Struk­tur­de­fi­zit — Ein psy­cho­ana­ly­tisch-ima­gi­na­tiv ori­en­tier­ter Ansatz zur Bear­bei­tung frü­her und kom­ple­xer Trau­ma­ti­sie­run­gen“ Krö­ning, 2007

IKT (Insti­tut für Kunst und The­ra­pie) Mün­chen, Ger­me­rin­ger Str. 6a, 82131 Gau­ting bei München

€ 250.- pro Modul
(gesamt 1.500,-€)*

Stu­die­ren­de des IKT und der HfWU Nür­tin­gen zah­len ermä­ßigt € 230.- pro Modul*.

*Anmer­kung: die obi­gen Gebüh­ren gel­ten für die lau­fen­de Fort­bil­dungs­rei­he 2021–23. Gebüh­ren­än­de­run­gen für die kom­men­de Fort­bil­dungs­rei­he 2023 vorbehalten.

Die Ver­an­stal­tungs­rei­he ist platz­be­schränkt. Wir emp­feh­len eine recht­zei­ti­ge Anmel­dung bzw. Vormerkung.

Nächs­ter Stu­di­en­be­ginn: vor­aus­sicht­lich Früh­jahr 2023

Die Teil­nah­me an der Fort­bil­dung setzt kli­ni­sche Pra­xis und Anwen­dungs­mög­lich­keit voraus.

Der Bewer­bungs­bo­gen kann unten her­un­ter­ge­la­den werden. 

Die­sen Bogen aus­ge­füllt, mit Pass­fo­to, tabel­la­ri­schem Lebens­lauf und einer hand­schrift­li­chen Teil­nah­me­mo­ti­va­ti­on bit­te an das Sekre­ta­ri­at des IKT per Post oder als Scan senden.

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